Wenn der hydraulische Drehbohrer mit gestängelosen Einfachkolben das Bohrrohr durch die sandig-kiesigen Schichten der Aller-Niederung treibt, entscheidet sich die Standsicherheit der Baugrube bereits bei der ersten Verpressung. In Celle, auf rund 52 Meter über NHN gelegen und geprägt vom flachen Urstromtal der Aller, arbeiten wir mit Verpressankern, die auf die spezifische Kornverteilung der Talsande und die teils hoch anstehenden Grundwasserhorizonte abgestimmt sind. Eine Baugrunduntersuchung mittels SPT-Bohrung liefert die notwendigen Lagerungsdichten, bevor der erste Anker gesetzt wird. Bei beengten innerstädtischen Verhältnissen, etwa entlang der Fachwerkfassaden der Altstadt, kommen oft rückverankerte Trägerbohlwände zum Einsatz, deren freie Stahllänge wir anhand der Mantelreibung in den tragfähigen Kiesschichten dimensionieren.
Ein vorgespanntes Ankersystem in den Celler Talsanden muss die Kriechneigung bindiger Zwischenlagen berücksichtigen, sonst verliert die Baugrubensicherung innerhalb von Wochen ihre Vorspannkraft.
