GEOTECHNIK
CELLE
StartseiteErkundungSchürfgrube (Sondierbohrung)

Schürfgruben in Celle: Geotechnische Erkundung mit Hand und Erfahrung

Evidenzbasiertes Design. Verlässliche Lieferung.

MEHR ERFAHREN

Die oberflächennahen Schichten unter Celle lügen nicht, aber sie schweigen gern. Auf den Niederterrassen der Aller, wo Sande und Kiese mit Auelehm wechsellagern, reicht eine Rammkernbohrung allein manchmal einfach nicht aus – da muss man hinsehen und anfassen können. Eine Schürfgrube schafft genau diesen Zugang: Wandprofil, Schichtgrenzen, Gefüge, alles offen vor Augen. Seit Jahren machen wir hier Aufschlüsse in Wohngebieten wie Blumlage oder Neustadt, oft bevor überhaupt der erste Bagger rollt, und ergänzen die Sondierbohrung punktgenau dort, wo der Boden Fragen aufwirft. In Celle mit seinen teils hoch anstehenden Grundwasserständen nahe der Aller ist die Kombination aus Schürfgrube und CPT-Versuch oft die wirtschaftlichste Lösung, um Tragfähigkeit und Setzungsverhalten sauber zu trennen.

Eine Schürfgrube lügt nicht. Was Sie an der Grubenwand sehen, ist der Baugrund, wie er wirklich ist – kein Bohrkern, kein Diagramm, sondern das Original.

Unsere Leistungsbereiche

Ablauf und Umfang

Die historische Entwicklung Celles – von der mittelalterlichen Altstadt über die gründerzeitlichen Erweiterungen bis zu den Nachkriegssiedlungen – spiegelt sich direkt im Baugrund wider. In der Innenstadt trifft man auf jahrhundertealte Auffüllungen und Fundamentreste, während in den südlichen Stadtteilen Richtung Westercelle oft reine Schmelzwassersande der Saale-Kaltzeit dominieren. Das ist ein geotechnischer Unterschied von Tag und Nacht auf nicht mal zwei Kilometern. Unsere Schürfgruben gehen dort hin, wo das Baugrundgutachten Klarheit braucht: zwischen engen Bestandsbauten, in Hinterhöfen oder auf schwer zugänglichen Grundstücken. Die Gruben werden nach DIN EN 1997-2 angelegt, die Profilaufnahme erfolgt nach DIN 4023, einschließlich Entnahme gestörter und – wo möglich – ungestörter Proben für die Korngrößenanalyse im Labor. Ein typischer Aufschluss in den Allerauen geht 3 bis 4 Meter tief, in den Sandgebieten oft weniger, weil der anstehende Kiessand ab 2,50 Meter unter Gelände bereits hervorragende Tragfähigkeiten zeigt.
Schürfgruben in Celle: Geotechnische Erkundung mit Hand und Erfahrung
Technische Referenz — Celle

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: kontakt@geotechnik.sbs

Geltende Normen

DIN EN 1997-2:2010-10 (Eurocode 7: Erkundung und Untersuchung des Baugrunds), DIN 4023:2006-02 (Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Zeichnerische Darstellung der Ergebnisse), DIN EN ISO 14688-1:2020-11 (Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Boden)

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
Maximale Aufschlusstiefe (ungeverbaut)2,5–3,0 m, abhängig von Standsicherheit und Grundwasser
Grubenquerschnitt (Standard)1,5 m × 1,2 m, manueller Aushub
Anwendbare Norm (Aufnahme)DIN 4023 (Baugrund- und Wasserbohrungen, zeichnerische Darstellung)
ProbenahmeGestörte und ungestörte Proben (Ausstechzylinder Ø 100 mm)
GrundwassermessungDirektmessung im offenen Schurf, Vergleich mit umliegenden Pegelständen
Bodenklassifikation nachDIN EN ISO 14688-1 und -2
DokumentationFotodokumentation aller Grubenwände, maßstäbliches Schichtprofil
VerfüllungLagenweise verdichtet mit Nachweis der Verdichtung

Häufig gestellte Fragen

Wie tief können Sie eine Schürfgrube in Celle ausheben?

In der Regel gehen wir bis 3,0 Meter unter Gelände, bei gut standfesten Böden auch etwas tiefer. Die genaue Tiefe hängt vom Grundwasserstand und der Standsicherheit der Grubenwände ab. In den Sandgebieten südlich der Aller ist bei 2,5 Metern oft Schluss, weil das Material nicht ausreichend bindig ist. Für größere Tiefen setzen wir dann Bohrverfahren oder Rammsondierungen ein.

Muss ich vor dem Aushub eine Kampfmittelfreigabe einholen?

Ja, in Celle ist das aufgrund der historischen Bombardierung im April 1945 und der Allerquerungen obligatorisch. Wir koordinieren die Schürfarbeiten mit den zuständigen Stellen, aber die Kampfmittelfreigabe selbst muss der Bauherr vorab beim Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen beantragen. Ohne Freigabe dürfen wir keinen Spatenstich machen.

Was kostet eine Schürfgrube in Celle ungefähr?

Der Preis liegt je nach Tiefe, Zugänglichkeit und Probenahme üblicherweise zwischen €440 und €840 pro Schurf. Darin enthalten sind die manuelle Grabung, die vollständige geotechnische Aufnahme nach DIN 4023, die Fotodokumentation, die Entnahme von Proben und die fachgerechte Verfüllung. Laboruntersuchungen und Anfahrt werden separat abgerechnet.

Was passiert mit dem Grundwasser, wenn wir die Schürfgrube offen haben?

In den grundwassernahen Bereichen Celles – insbesondere nahe der Allerwiesen – kann Wasser in die Grube eintreten. Wir messen den Wasserstand direkt und dokumentieren ihn im Schichtprofil. Die Grube wird dann sofort nach der Aufnahme verfüllt, eine offene Wasserhaltung über längere Zeit vermeiden wir, um hydraulische Grundbrüche im Sand auszuschließen.

Können Sie die Schürfgrube auch im Vorgarten oder zwischen engen Bestandsbauten anlegen?

Das ist der Normalfall in der Celler Altstadt und in den dicht bebauten Quartieren. Wir arbeiten mit Handschachtung, minimalem Geräteeinsatz und legen die Grube so an, dass Leitungen und Fundamente geschont werden. Vorher holen wir die Spartenauskunft ein und legen den Schurfpunkt gemeinsam mit dem Bauherrn fest. Die Grube wird noch am selben Tag verfüllt.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Celle und Umgebung.

Größere Karte ansehen