GEOTECHNIK
CELLE
StartseiteStraßenbaugeotechnikBemessung flexibler Fahrbahnen

Bemessung flexibler Fahrbahnen in Celle: Tragfähigkeit nach RStO

Evidenzbasiertes Design. Verlässliche Lieferung.

MEHR ERFAHREN

Celle liegt auf 40 m üNN, umgeben von sandigen Niederungen der Aller. In der Kernstadt und den Ortsteilen Altencelle oder Westercelle trifft man auf pleistozäne Sande. Darunter lagert Geschiebemergel in Tiefen ab 1,8 m. Diese Abfolge bestimmt die Tragfähigkeit jeder neuen Verkehrsfläche. Für die Bemessung flexibler Fahrbahnen setzen wir auf präzise Laborwerte. Das heißt: CBR, Steifemodul und Verdichtungsgrad werden an gestörten Proben aus Celle ermittelt. Nur so lassen sich die Dicken der Asphaltschichten wirtschaftlich wählen. Ein Plattendruckversuch auf dem Planum liefert das Ev2-Modul. Die Kombination aus Labor und Feldversuch ist in Celle Standard, wenn der Baugrund stark variiert.

Das Ev2-Verhältnis zum Ev1-Wert auf Allersand sollte unter 2,2 liegen – sonst stimmt die Nachverdichtung nicht.

Unsere Leistungsbereiche

Ablauf und Umfang

In Celle sehen wir oft, dass alte Auelehm-Linsen unter sandigen Deckschichten liegen. Das merkt man erst beim Auskoffern. Dann sacken die Ev2-Werte plötzlich ab. Für die Bemessung flexibler Fahrbahnen heißt das: Der Unterbau muss tiefer reichen als ursprünglich geplant. Wir prüfen das mit dem CBR-Versuch im Labor bei optimalem Wassergehalt. Entscheidend ist der Verdichtungsgrad DPr nach DIN 18127. Typische Anforderungen in Celle: DPr mindestens 100 % auf dem Planum, 103 % im Oberbau. Bei frostempfindlichen Böden der Klasse F3 kommt eine Frostschutzschicht aus Kies-Sand-Gemisch 0/32 zum Einsatz. Die Belastungsklasse nach RStO 12 bestimmt dann den gesamten Schichtaufbau. Unsere Proben stammen direkt aus der Baugrube im Stadtgebiet Celle, transportiert in luftdichten Eimern. Keine Lagerung über 24 Stunden.
Bemessung flexibler Fahrbahnen in Celle: Tragfähigkeit nach RStO
Technische Referenz — Celle

Lokale Besonderheiten

Der Baugrund in Celle-West nahe der Aller unterscheidet sich massiv vom höher gelegenen Hehlentor. Im Westen stehen weiche Aueböden mit organischen Beimengungen an. Da reichen Standard-Ev2-Werte nicht aus. Ohne genaue Bemessung flexibler Fahrbahnen kommt es hier zu Setzungen. Spurrillen bilden sich schon nach zwei Wintern. Im Hehlentor dagegen dominiert tragfähiger Sand. Dort liegt das Risiko eher in ungenügender Verdichtung. Wird die erweiterte Verdichtungskontrolle nach ZTV E-StB 17 ignoriert, entstehen Nachverdichtungen unter Verkehr. Das kostet in Celle schnell einen fünfstelligen Betrag an Sanierung. Beide Bereiche brauchen eine eigene Mischgut- und Schichtbemessung. Pauschalansätze funktionieren in dieser Stadt nicht.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: kontakt@geotechnik.sbs

Geltende Normen

RStO 12 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen), DIN EN ISO 17892-11 (Laborversuche – CBR), DIN 18127 (Proctorversuch), ZTV E-StB 17 (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen Erdarbeiten), FGSV Merkblatt über die Verdichtung des Unterbaus/Untergrundes

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
Prüfnorm LaborDIN EN ISO 17892-11
CBR-Wert (typisch Allersand)15–25 %
Verdichtungsgrad DPr Planum≥ 100 %
FrostempfindlichkeitsklasseF2–F3
Belastungsklasse RStOBk1.0 bis Bk100
ProbenentnahmeGestört, max. 24 h vor Versuch
Max. Korngröße für CBR22,4 mm
Steifemodul Es (Referenz)≥ 120 MN/m² (Oberbau)

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Celle und Umgebung. Mehr Info.

Größere Karte ansehen