Dass Celle auf einem eiszeitlichen Sanderkegel liegt, spürt jeder, der hier das erste Mal ein Loch tiefer als einen Meter aushebt. Allersande und Geschiebemergel wechseln sich auf kurzer Distanz ab, und der Grundwasserstand im Urstromtal der Aller reagiert schon auf ein paar Tage Regen. Eine Flachgründungsbemessung, die das ignoriert, rechnet am Bedarf vorbei. Das Team hat in den letzten Jahren dutzende Baugruben westlich der Fuhse und nördlich der Altstadt beprobt – mal überkonsolidierter Mergel, mal locker gelagerte Sande mit kaum 10 % relativer Lagerungsdichte.
Wer nur auf Erfahrungswerte setzt, riskiert Setzungsdifferenzen, die die DIN EN 1997-1 samt nationalem Anhang gar nicht erst zulässt. Um die Lagerungsdichte vorab zuverlässig einzuschätzen, kombinieren wir die Sondierung oft mit einer Korngrößenanalyse, damit das Setzungsmodell nicht auf Schätzwerten beruht, sondern auf gemessenen Sieblinien aus dem Baufeld.
Steifemodul, Grundbruchsicherheit und Setzungsdifferenz – drei Nachweise, die in Celle über die Lebensdauer eines Fundaments entscheiden.
