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Geotechnische Bemessung tiefer Baugruben in Celle – DIN 1054 und Eurocode 7 sicher umgesetzt

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Die Planung einer tiefen Baugrube in Celle erfordert mehr als eine Standardstatik. Der Untergrund der Allerstadt ist geprägt von fluviatilen Sanden und Kiesen der Niederterrasse, die bei Wasserzutritt rasch an Standfestigkeit verlieren. Unsere geotechnische Bemessung tiefer Baugruben stützt sich auf die Anforderungen der DIN EN 1997-1:2014 in Verbindung mit DIN 1054:2021 und berücksichtigt die spezifischen Grundwasserverhältnisse im Stadtgebiet. Bei Bohrungen im Stadtteil Neustadt trafen wir in 4 m Tiefe auf gespanntes Grundwasser – ein Szenario, das ohne präzise Bemessung schnell kritisch wird. Mit CPT-Versuchen erfassen wir die Lagerungsdichte der Sande und bestimmen die Scherparameter für den Nachweis der Grenzzustände GEO-2 und GEO-3. Für Baugruben mit beengten Platzverhältnissen ergänzen wir die Untersuchung mit In-situ-Durchlässigkeitsversuchen, um den Wasserandrang und die erforderliche Absenktiefe zuverlässig vorherzusagen.

Die Einbindetiefe einer Spundwand in Celler Talsanden bemisst sich nicht allein nach Erdwiderstand, sondern vor allem nach dem Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch bei gespanntem Grundwasser.

Unsere Leistungsbereiche

Ablauf und Umfang

Celle liegt auf rund 40 m ü. NHN in der grundwasserbeeinflussten Niederung der unteren Aller. Die quartären Talsande erreichen hier Mächtigkeiten von über 30 m und weisen eine mitteldichte bis dichte Lagerung auf, die bei Erschütterungen zu Setzungen neigt. Die geotechnische Bemessung tiefer Baugruben muss deshalb den Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch und Auftriebssicherheit mit besonderer Sorgfalt führen. Ein aktuelles Bauvorhaben an der Bahnhofstraße erforderte eine 8,50 m tiefe Baugrube mit rückverankerter Spundwand; die rechnerische Einbindetiefe lag bei 3,20 m unter Baugrubensohle. Unsere Laboranalysen der entnommenen Bodenproben – insbesondere die Korngrößenanalyse zur Bestimmung des Ungleichförmigkeitsgrades – lieferten die Kennwerte für den Nachweis der inneren Erosionsstabilität. Die Ergebnisse flossen direkt in das statische Modell ein und ermöglichten eine materialoptimierte Dimensionierung des Verbaus, die Kosten reduzierte, ohne die Sicherheit zu gefährden.
Geotechnische Bemessung tiefer Baugruben in Celle – DIN 1054 und Eurocode 7 sicher umgesetzt
Technische Referenz — Celle

Lokale Besonderheiten

Eine 45 Tonnen schwere Spundwandramme im Altstadtbereich setzt mehr voraus als schlagkräftige Hydraulik. Die Erschütterungsemissionen beim Einbringen der Bohlen müssen unterhalb der Anhaltswerte nach DIN 4150-3 bleiben, um Schäden an der historischen Fachwerkbebauung auszuschließen. Die geotechnische Bemessung tiefer Baugruben in Celle verlangt daher ein detailliertes Baugrundmodell, das nicht nur die Tragfähigkeit, sondern auch die dynamische Bodenantwort abbildet. Bei einer 9 m tiefen Baugrube nahe dem Schloss Celle haben wir die Verformungsprognose mittels Finite-Elemente-Methode gerechnet und die horizontale Kopfverschiebung auf 18 mm begrenzt. Das Monitoring während der Bauphase bestätigte die Prognose mit einer maximalen Abweichung von 2 mm. Ohne belastbare geotechnische Bemessung drohen hier Setzungsschäden an Nachbarbauwerken, deren Instandsetzung das Budget schnell um 40 % übersteigen kann.

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Geltende Normen

DIN EN 1997-1:2014 – Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik, DIN 1054:2021 – Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau, DIN 4124:2012 – Baugruben und Gräben – Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
Baugrubentiefe (typisch)6,00 m – 12,50 m
BemessungswasserstandGOK – 1,80 m (gespannt)
Verbauart (innerstädtisch)Spundwand / Trägerbohlwand
RechenverfahrenBettungsmodulverfahren, FEM (Plaxis)
Nachweise nach DIN EN 1997-1GEO-2, GEO-3, HYD, UPL, STR
Baugrubenklasse nach DIN 4124Klasse B (T > 5 m, HGW)
Bodenkennwerte (Talsand)φ‘ = 32,5°–35°, c‘ = 0 kPa
Erforderliche Absenktiefe0,50 m unter Aushubsohle

Häufig gestellte Fragen

Welchen Einfluss hat das Grundwasser in Celle auf die Bemessung einer tiefen Baugrube?

Der flurnahe und oft gespannte Grundwasserleiter in den quartären Talsanden der Allerniederung ist der maßgebende Faktor. Die Bemessung muss den Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch (HYD) und die Auftriebssicherheit (UPL) führen. Zusätzlich ist eine Grundwasserabsenkung einzuplanen, deren Reichweite und Absenkbetrag die Bemessung der Verbauwand direkt beeinflusst – eine zu geringe Einbindetiefe führt hier unweigerlich zum Versagen der Baugrubensohle.

Wie lange dauert die geotechnische Bemessung einer 8 m tiefen Baugrube?

Vom Vorliegen des vollständigen Baugrundgutachtens bis zur prüffähigen Statik rechnen Sie mit 12 bis 18 Arbeitstagen. Die Dauer hängt vom Umfang der erforderlichen Nachweise ab – bei innerstädtischen Lagen mit Bestandsbebauung im Einflussbereich ist die Verformungsprognose mittels FEM zeitintensiver.

Mit welchen Kosten muss ich für die Bemessung einer tiefen Baugrube rechnen?

Die Honorare für die geotechnische Bemessung tiefer Baugruben in Celle liegen je nach Komplexität und Tiefe zwischen 2.120 € und 8.330 €. Einfache Baugruben ohne Nachbarbebauung liegen im unteren Bereich, während innerstädtische Projekte mit gespanntem Grundwasser, FEM-Verformungsprognose und mehreren Nachweisverfahren das obere Ende des Spektrums erreichen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Celle und Umgebung.

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