Ein unterschätzter Fehler im Erdbau in Celle ist die Annahme, dass der Verdichtungsgrad nach Augenschein oder Fahrgefühl des Walzenfahrers beurteilt werden kann. Das geht regelmäßig schief, besonders auf den heterogenen sandig-kiesigen Böden, die in der Region um die Allerauen und die südliche Lüneburger Heide typisch sind. Die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren nach DIN 18125 liefert belastbare Werte für die Trockendichte direkt auf der eingebauten Schicht. Wer hier ohne zerstörungsfreie oder punktuelle Kontrolle arbeitet, riskiert spätere Setzungen, die bei Verkehrsflächen oder Fundamenten teuer werden. Unser Labor ist nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert und führt die Prüfung in Celle und den umliegenden Gemeinden auf aktiven Baustellen durch. Ergänzend setzen wir bei größeren Tragschichtpaketen den Plattendruckversuch ein, um das Verformungsmodul zu prüfen, und bei bindigen Böden die Korngrößenanalyse für die Einordnung nach DIN 18196.
Die Sandkegelmethode ist nach wie vor das Referenzverfahren für den Dichtenachweis im Erdbau – solid, nachvollziehbar und ohne teure Sondergeräte direkt auf der Baustelle auswertbar.
