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Felddichtebestimmung nach Sandkegelverfahren in Celle – präzise und normgerecht

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Ein unterschätzter Fehler im Erdbau in Celle ist die Annahme, dass der Verdichtungsgrad nach Augenschein oder Fahrgefühl des Walzenfahrers beurteilt werden kann. Das geht regelmäßig schief, besonders auf den heterogenen sandig-kiesigen Böden, die in der Region um die Allerauen und die südliche Lüneburger Heide typisch sind. Die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren nach DIN 18125 liefert belastbare Werte für die Trockendichte direkt auf der eingebauten Schicht. Wer hier ohne zerstörungsfreie oder punktuelle Kontrolle arbeitet, riskiert spätere Setzungen, die bei Verkehrsflächen oder Fundamenten teuer werden. Unser Labor ist nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert und führt die Prüfung in Celle und den umliegenden Gemeinden auf aktiven Baustellen durch. Ergänzend setzen wir bei größeren Tragschichtpaketen den Plattendruckversuch ein, um das Verformungsmodul zu prüfen, und bei bindigen Böden die Korngrößenanalyse für die Einordnung nach DIN 18196.

Die Sandkegelmethode ist nach wie vor das Referenzverfahren für den Dichtenachweis im Erdbau – solid, nachvollziehbar und ohne teure Sondergeräte direkt auf der Baustelle auswertbar.

Unsere Leistungsbereiche

Ablauf und Umfang

Auf einer Baustelle am Rande des Gewerbegebiets Westercelle stand kürzlich ein Tiefbauprojekt an, bei dem der Unterbau für eine neue Logistikhalle verdichtet wurde. Der Boden war ein gemischtkörniger Sand mit Kiesanteilen, der bei Celle häufig unter einer dünnen Mutterbodenschicht ansteht. Wir haben das Sandkegelverfahren in einem Raster von drei Prüfpunkten pro 250 m² angesetzt, um die geforderten 98 % Proctordichte nachzuweisen. Der Ablauf ist einfach, aber fehleranfällig, wenn das Prüfloch nicht sorgfältig ausgehoben wird: Zuerst wird die ebene Fläche gesäubert, dann ein zylindrisches Loch mit definiertem Volumen ausgehoben, das entnommene Material gewogen und das Volumen mit genormtem Prüfsand verfüllt. In Celle arbeiten wir dabei mit Sand aus der Grube bei Hambühren, dessen Kalibrierung wir im Labor regelmäßig überprüfen. Die Prüfung eignet sich für Korngrößen bis 63 mm und liefert direkt vor Ort verwertbare Ergebnisse. Für tiefer liegende Schichten kombinieren wir die Dichtebestimmung mit Schürfgruben, um Proben aus dem Planumsbereich zu gewinnen und die Kornverteilung zu prüfen.
Felddichtebestimmung nach Sandkegelverfahren in Celle – präzise und normgerecht
Technische Referenz — Celle

Lokale Besonderheiten

Das Prüfgerät für das Sandkegelverfahren besteht aus einem Sandbehälter mit Ventilverschluss, einer Grundplatte mit zentrischer Öffnung und dem kalibrierten Prüfsand. Entscheidend für die Messgenauigkeit in Celle ist die tägliche Kalibrierung des Sandes, denn die Lagerungsdichte des Prüfsandes ändert sich mit der Luftfeuchtigkeit, und die Allernähe sorgt besonders im Frühjahr und Herbst für schwankende Bedingungen. Ein zweiter kritischer Punkt ist die Entnahme des Bodenmaterials: Wird das Prüfloch nicht sauber senkrecht ausgehoben oder bröckelt der Rand nach, wird das Volumen fehlerhaft bestimmt. In grobkörnigen Böden mit Steinen über 63 mm versagt das Verfahren ganz. Hier weichen wir auf Ersatzmethoden aus. Die ZTV E-StB und die ZTV A-StB fordern für den Straßen- und Wegebau in Celle den Nachweis des Verdichtungsgrades DPr als Abnahmekriterium, und ohne dokumentierte Felddichtebestimmung ist die Abnahme gefährdet.

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Geltende Normen

DIN 18125-2: Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Dichte des Bodens – Teil 2: Sandkegelverfahren, DIN EN ISO/IEC 17025: Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien, ZTV E-StB: Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, ZTV A-StB: Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Aufgrabungen in Verkehrsflächen, DIN 18196: Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
Normatives VerfahrenDIN 18125, Teil 2
Prüfsand-KalibrierungTäglich vor Ort oder im Labor
Maximale Korngröße63 mm (Oberkornanteil begrenzt)
PrüftiefeBis 30 cm unter GOK, abhängig von Schichtstärke
Genauigkeit Dichte± 0,02 g/cm³ bei fachgerechter Ausführung
Prüfraster3 bis 5 Punkte je 250 m² (nach ZTV E-StB)
WassergehaltsbestimmungSchnellverfahren oder Ofentrocknung nach DIN 18121
AkkreditierungDIN EN ISO/IEC 17025 für Prüfungen im Erd- und Grundbau

Häufig gestellte Fragen

Wann ist das Sandkegelverfahren in Celle dem Plattendruckversuch überlegen?

Das Sandkegelverfahren misst direkt die Trockendichte und den Verdichtungsgrad, während der Plattendruckversuch das Verformungsmodul liefert. Bei grobkörnigen Böden mit Steinen bis 63 mm, wie sie in den Kiesgruben um Celle vorkommen, ist die Dichtebestimmung nach DIN 18125 robuster. Für den reinen Verdichtungsnachweis nach Proctor ist das Sandkegelverfahren das direkteste Verfahren.

Wie viele Prüfpunkte sind pro Fläche nötig?

Nach ZTV E-StB empfehlen wir in Celle drei bis fünf Prüfpunkte je 250 Quadratmeter, abhängig von der Homogenität des Bodens. Bei heterogenen Schüttungen, etwa im Bereich alter Allerarme mit wechselnden Sand- und Tonlinsen, erhöhen wir das Raster auf fünf Punkte, um statistisch belastbare Werte zu erhalten.

Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Celle?

Die Kosten für eine Felddichtebestimmung nach Sandkegelverfahren liegen in Celle zwischen €90 und €130 pro Prüfpunkt, abhängig von der Anzahl der Prüfungen und der Anfahrtsstrecke. Im Preis enthalten sind die Kalibrierung des Prüfsandes, die Wassergehaltsbestimmung und der Prüfbericht.

Kann das Verfahren auch bei feinkörnigen Böden eingesetzt werden?

Ja, das Sandkegelverfahren funktioniert auch in bindigen und gemischtkörnigen Böden. In Celle treffen wir oft auf Geschiebemergel unterhalb der Sande, und dort ist die sorgfältige Entnahme des Materials entscheidend, weil das Prüfloch bei Tonen zum Verschmieren neigt. Wir führen dann parallel eine Wassergehaltsbestimmung nach DIN 18121 durch.

Standort und Servicegebiet

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