Das Geoelektrik-Messgerät mit seinen vier Edelstahlelektroden, die in exakten Abständen entlang einer Linie in den Boden eingebracht werden, liefert in Celle verlässliche Schichtprofile ohne einen einzigen Baggerschurf. Bei der vertikalen elektrischen Sondierung (VES) wird über zwei Stromelektroden ein definiertes Gleichstromsignal in den Untergrund eingespeist, während zwei Potenzialelektroden die resultierende Spannung erfassen. Aus dem Quotienten von Strom und Spannung berechnet das System den spezifischen elektrischen Widerstand des durchteuften Materials. Tonige Schichten in den Niederungen der Aller reagieren mit niedrigen Widerstandswerten um 10–30 Ωm, während die sandigen Terrassenkörper der Saale-Kaltzeit Werte von 200–800 Ωm liefern. Diese Kontraste machen das Verfahren besonders geeignet für die hydrogeologische Erkundung und die Baugrundvorerkundung im Stadtgebiet von Celle.
Die VES-Methode zeigt in den grundwassernahen Sanden Celles auf den Meter genau, wo die gesättigte Zone beginnt – präziser als jedes indirekte Schichtverzeichnis.
