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CELLE
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Elektrische Widerstandsmessung / VES (Vertikale Elektrische Sondierung) in Celle

Evidenzbasiertes Design. Verlässliche Lieferung.

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Das Geoelektrik-Messgerät mit seinen vier Edelstahlelektroden, die in exakten Abständen entlang einer Linie in den Boden eingebracht werden, liefert in Celle verlässliche Schichtprofile ohne einen einzigen Baggerschurf. Bei der vertikalen elektrischen Sondierung (VES) wird über zwei Stromelektroden ein definiertes Gleichstromsignal in den Untergrund eingespeist, während zwei Potenzialelektroden die resultierende Spannung erfassen. Aus dem Quotienten von Strom und Spannung berechnet das System den spezifischen elektrischen Widerstand des durchteuften Materials. Tonige Schichten in den Niederungen der Aller reagieren mit niedrigen Widerstandswerten um 10–30 Ωm, während die sandigen Terrassenkörper der Saale-Kaltzeit Werte von 200–800 Ωm liefern. Diese Kontraste machen das Verfahren besonders geeignet für die hydrogeologische Erkundung und die Baugrundvorerkundung im Stadtgebiet von Celle.

Die VES-Methode zeigt in den grundwassernahen Sanden Celles auf den Meter genau, wo die gesättigte Zone beginnt – präziser als jedes indirekte Schichtverzeichnis.

Unsere Leistungsbereiche

Ablauf und Umfang

Die quartären Lockergesteine unter Celle bestehen aus einer Wechselfolge von Sanden, Kiesen und tonigen Schluffen der Aller-Talaue sowie aus Schmelzwassersanden der vorletzten Eiszeit. In den grundwassernahen Bereichen westlich der Innenstadt, wo der Flurabstand oft weniger als 2 m beträgt, zeigen unsere Widerstandsmessungen einen markanten Sprung an der Grenze zwischen wassergesättigtem und trockenem Sand – ein unverzichtbarer Hinweis für jede Aushubplanung. Unsere Techniker setzen die Schlumberger-Konfiguration ein, weil sie mit wenigen Elektrodenumsetzungen Tiefen bis 80 m erreicht, ohne dass schwere Bohrgeräte in enge Altstadtgassen manövriert werden müssen. Ergänzend zur elektrischen Sondierung ziehen wir bei Bedarf den Sondierhammer heran, wenn in den sandigen Kiesen oberhalb des Grundwasserspiegels die Lagerungsdichte nach DIN EN ISO 22476-3 zu bestimmen ist. Die Interpretation der Widerstandskurven erfolgt im Abgleich mit regionalen Bohrprofilen aus dem NIBIS-Kartenserver, was Fehlinterpretationen durch schwebende Grundwasserstockwerke minimiert.
Elektrische Widerstandsmessung / VES (Vertikale Elektrische Sondierung) in Celle
Technische Referenz — Celle

Lokale Besonderheiten

Nach DIN 4020 muss der Baugrund in seiner räumlichen Variabilität erfasst sein, bevor ein geotechnischer Bericht verfasst wird. In Celle wird diese Forderung besonders relevant, weil die Aller in historischer Zeit mehrfach ihren Lauf verändert hat und unter scheinbar homogenen Bebauungsflächen oft alte Rinnenstrukturen mit Torf- und Muddelagen verborgen liegen. Solche organischen Einschaltungen besitzen extrem niedrige spezifische Widerstände unter 10 Ωm und verursachen bei Nichtbeachtung langjährige Setzungen, die selbst durch Nachgründungen kaum zu beherrschen sind. Wer auf eine flächenhafte Widerstandskartierung verzichtet, riskiert, dass der Rammkernbohrer genau zwischen zwei Altarmen abgeteuft wird und der Befund 'tragfähiger Sand' ein trügerisches Bild zeichnet. Die Kombination aus wenigen direkten Aufschlüssen und einem dichten Netz von VES-Sondierungen ist daher der einzig wirtschaftlich vertretbare Weg, um das Baugrundrisiko in den Niederungsgebieten Celles auf ein kalkulierbares Maß zu reduzieren.

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Geltende Normen

DIN 4020 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN EN ISO 22476-3 – Rammsondierungen, DIN 18134 – Plattendruckversuch, DGEG-Empfehlung Nr. 3 – Geoelektrische Sondierungen

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
ElektrodenkonfigurationSchlumberger (AB/2 bis 150 m)
Maximale Erkundungstiefe80–100 m unter Gelände
MessgrößeScheinbarer spezifischer Widerstand (Ωm)
Typische Widerstandsspanne Sand Celle150–900 Ωm (trocken), 40–120 Ωm (gesättigt)
Typische Widerstandsspanne Geschiebemergel25–60 Ωm
DatenauswertungInversion mit IPI2Win / Res2DInv
Normative GrundlageDIN 18134, DGEG-Empfehlung Nr. 3

Häufig gestellte Fragen

Welche Genauigkeit erreicht die VES in den Sandböden um Celle?

In den homogenen Schmelzwassersanden der Saale-Kaltzeit, die weite Teile des Celles Untergrunds prägen, liegt die Tiefenauflösung der Schlumberger-Sondierung bei etwa 5 bis 10 Prozent der Erkundungstiefe. Auf 20 m Tiefe können wir also eine Schichtgrenze auf ±1 m genau lokalisieren. Die Genauigkeit sinkt, wenn dünne Tonlagen im Sand eingeschaltet sind, weil diese durch das Prinzip der Äquivalenz unterdrückt werden können. Wir gleichen diesen Effekt durch Kalibrierung an benachbarten Rammkernsondierungen aus.

Kann die Widerstandsmessung eine Baugrundbohrung ersetzen?

Nein, und das behauptet auch kein seriöser Anbieter. Die VES liefert ein kontinuierliches, aber indirektes Abbild der Leitfähigkeitsverteilung. Die DIN 4020 verlangt zwingend direkte Aufschlüsse zur Bodenansprache und Probenahme. Der wirtschaftliche Vorteil liegt darin, dass Sie mit einer einzigen Rammkernbohrung und einem Kranz von 6 bis 8 VES-Sondierungen ein belastbares Baugrundmodell erhalten, für das Sie sonst mindestens vier Bohrungen ansetzen müssten.

Mit welchen Kosten muss ich für eine VES-Messung in Celle rechnen?

Für eine Standard-Tiefensondierung mit 5 bis 8 Auslagenweiten und einer Erkundungstiefe bis 50 m liegen die Kosten inklusive Auswertung und Bericht je nach Zugänglichkeit des Geländes zwischen €640 und €1040. Flächenhafte ERT-Profile mit 48 Elektroden und 200 m Profillänge bewegen sich im oberen Bereich dieser Spanne. Das ist deutlich günstiger als eine zweite oder dritte Maschinenbohrung.

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